
Cihad Akipa, deutscher MMA- und Kickbox-Kämpfer mit dem Beinamen Punisher, wurde 1996 in Lüdinghausen geboren. Seine Familie stammt aus Mardin und der Sportler bekennt sich öffentlich zu seinen kurdischen Wurzeln, die er als zentralen Teil seiner Identität beschreibt.
Geburt in Deutschland und familiäre Wurzeln in Mardin
Cihad Akipa kam 1996 im nordrhein-westfälischen Lüdinghausen zur Welt. Seine Familie stammt aus der Region Mardin im Südosten der Türkei, einem Gebiet mit überwiegend kurdischer Bevölkerung.
Kurdische Identität als zentrales Lebensthema
Akipa bezeichnet sich öffentlich als Kurde und spricht regelmäßig über die Bedeutung dieser Herkunft für sein Leben. In einem Beitrag beschrieb er, dass es in seiner Kindheit nie leicht gewesen sei, als Kurde aufzuwachsen, da er selbst unter den wenigen Kurden in seinem Umfeld niemanden mit demselben Dialekt kannte und die eigene Kultur kaum sichtbar war.
Reisen in die Heimat der Familie
Regelmäßig reist Akipa gemeinsam mit seiner Familie nach Mardin in die Türkei. Bei einem ersten Besuch der kurdischen Region Kurdistan beschrieb er das Gefühl, erstmals von Menschen umgeben zu sein, die seinen Dialekt sprechen und seine Kultur teilen, als überwältigend und emotional bedeutsam.
Vom gehänselten Schüler zum Kampfsportler
Bevor Akipa zu einem der bekanntesten deutschen Kampfsportler mit kurdischen Wurzeln wurde, durchlief er als Jugendlicher eine schwierige Phase.
Mobbing als Auslöser für den Einstieg in den Kampfsport
Nach eigener Schilderung wurde Akipa in der Schule gehänselt, unter anderem weil er später als seine Mitschüler in die Pubertät kam. Um sich zur Wehr setzen zu können, begann er mit dem Kickboxen. Aus der ursprünglichen Selbstverteidigung entwickelte sich rasch eine ernsthafte sportliche Leidenschaft.
Aufstieg im Kickboxen und Wechsel zum MMA
Akipa kämpfte sich in der deutschen Kampfsportszene nach oben und bestritt im Laufe seiner Karriere zahlreiche Kickbox-Kämpfe. Parallel dazu widmete er sich zunehmend dem MMA, wo er unter dem Beinamen Punisher aktiv ist und mittlerweile für die Organisation Oktagon MMA im Mittelgewicht kämpft.
Karriere zwischen Kickboxen, MMA und Unternehmertum
Neben dem Sport verfolgt Akipa auch eine berufliche Laufbahn abseits von Ring und Käfig.
Erfolge im Profikampfsport
Akipa kämpft sowohl bei der Kickbox-Organisation Glory als auch bei Oktagon MMA im MMA-Bereich. Seine Vorbereitung auf einen Wettkampf dauert nach eigener Aussage rund zwölf Wochen, in denen er sein Gewicht von etwa 90 auf 77 Kilogramm für Kämpfe im Weltergewicht reduziert, mittlerweile tritt er überwiegend im Mittelgewicht an.
Eigenes Unternehmen in Leverkusen
Parallel zu seiner sportlichen Karriere betreibt Akipa ein Unternehmen für Gebäudetechnik in Leverkusen. Die Selbstständigkeit ermöglicht es ihm, seine Trainingszeiten flexibel zu gestalten und auch Trainingslager im Ausland zu absolvieren.
Vorbildfunktion und sportliche Ziele
Akipa versteht seine Karriere auch als Botschaft an junge Menschen mit ähnlichem Hintergrund.
Ziel: Erster kurdischer Champion in der UFC
Akipa hat das erklärte Ziel, als erster kurdischer Kämpfer Champion in der UFC zu werden. Mit seiner Geschichte möchte er insbesondere jungen kurdischen Menschen Mut machen und zeigen, dass Erfolg unabhängig von der eigenen Herkunft möglich ist.
Verheiratet und öffentlich sichtbar
Akipa ist verheiratet und tritt regelmäßig öffentlich mit seiner Familie in Erscheinung, unter anderem bei seinen Reisen nach Mardin. Seine offene Haltung zu seiner kurdischen Identität hat ihm über die Kampfsportszene hinaus Aufmerksamkeit eingebracht.
