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im Norden am Dienstag, 07. September 2010
Ben und Christian sind in dieselbe Frau verliebt. Ben sitzt im
Rollstuhl und Christian ist sein Zivi. Diese ungewöhnliche
Dreiecksgeschichte erzählt Regisseur Dietrich Brüggemann mit
absurdem Dialogwitz und großer Leichtigkeit. Intelligentes Kino,
das ans Herz geht. Ben (Robert Gwisdek) ist jung, intelligent und
witzig. Ben ist verzweifelt. Ben sitzt im Rollstuhl. Die Liebe
kommt für ihn nicht in Frage, das erklärt er zumindest seinem neuen
Zivi Christian. Christian (Jacob Matschenz) nimmt das Leben leicht:
Er wird ein halbes Jahr bei Ben bleiben und dann seiner Wege gehen.
Annika (Anna Brüggemann) studiert
→ Cello, doch das Musikstudium und der gnadenlose
Zwang zu
→ Perfektion lasten schwer auf ihr. Die drei
werden Freunde. Zu dritt erschaffen sie sich eine eigene Welt aus
Sehnsucht und Phantasie. Dann verlieben sie sich, denn natürlich
wollen beide Jungs mehr von Annika als nur Freundschaft. Annika
kann sich nicht entscheiden - sie mag Christian und seine
Verspieltheit, aber die stärkere Verbindung hat sie eigentlich zu
Ben. Was für alle drei wie ein Spiel beginnt, wird für Ben eine
Reise zu seinen größten Ängsten, in Abgründe, aus denen er allein
nicht mehr herausfinden wird. Mit seinem ersten Kinofilm gelingt
Dietrich Brüggemann ein außergewöhnlicher Brückenschlag: Selten hat
ein Film mit solcher Konsequenz von einer schweren Behinderung und
dem Umgang damit erzählt - zugleich aber entfaltet er visuellen
Ideenreichtum, absurden Dialogwitz und eine erzählerische
Leichtigkeit, wie sie im deutschen Kino nicht oft zu finden sind.
Ab 29. Juli ist
Renn, wenn Du kannst
in den
Kinos.