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im Norden am Donnerstag, 09. September 2010

Ein Junge steht auf einem Bahnsteig. Gleich wird der Zug losfahren.
Die Mutter ist in den Zug eingestiegen, der Vater bleibt am Bahnhof
zurück. Eine Trennung. Der Junge steht dazwischen. Für wen soll er
sich entscheiden, bei wem will er lieber bleiben? Eine endlose Zahl
verschiedener Möglichkeiten ergibt sich aus dieser Entscheidung.
Aber so lange er sich nicht entschließt, kann ihm nichts passieren,
so lange kann er noch nachdenken, wie seine Zukunft aussehen
könnte. Drei Mädchen haben den Jungen bisher begleitet, alle drei
interessieren ihn. Welche wäre die Richtige? Schon beginnen drei
Liebesgeschichten, jede zeigt ein ganzes Leben voll glücklicher und
trauriger Ereignisse: Anna ist die Ruhige, mit der ihn eine Liebe
verbinden wird, die so heftig und wunderbar ist, dass er sie nie
mehr vergisst. Die beiden werden getrennt, finden wieder zusammen
und verlieren sich erneut, sein Leben lang sucht er nach ihr. Elise
ist die immer irgendwie Unglückliche, mit der er drei Kinder haben
wird, trotz ihrer Unzufriedenheit. Sie gibt ihm den Auftrag, nach
ihrem Tod ihre Asche auf dem Mars zu verstreuen, also tritt er die
lange Reise ins Weltall an, ein Marstourist im Gefrierschlaf.
Jeanne ist die Perfekte, mit der er Ehrgeiz und Langeweile teilen
wird. Das Leben mit ihr ist luxuriös, eine Villa mit Pool, zwei
Söhne, nur sein Herz ist nicht ganz dabei. Drei Varianten der Liebe
werden das Leben des Jungen bestimmen - als alter Mann blickt er
darauf zurück. Er weiß: Jedes einzelne dieser Leben verdiente es,
gelebt zu werden.
Mr. Nobody
ist ab 8. Juli in den
Kinos.