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im Norden am Donnerstag, 09. September 2010
Anatol Chari stammt aus einer angesehenen Familie in Łódź. Sein
Vater wurde ermordet, nachdem die Nazis Łódź besetzt hatten. Die
Familie wurde enteignet und ins Ghetto geschickt. Nach der
Liquidierung des Ghettos 1944 erfolgte die Deportation nach
→ Auschwitz, von dort zur
Zwangsarbeit nach Groß-Rosen und in andere KZs. Die Befreiung
erlebte Anatol Chari in
→ Bergen-Belsen.
Schonungslos offen und nicht ohne Ironie schildert er sein
Überleben durch Glück und Privilegien. Der Vorsitzende des
Judenrats hielt seine Hand über ihn. Chari konnte im Ghetto-Lyzeum
den Schulabschluss machen. Er schloss sich der jüdischen
Sonderpolizei an und hatte mehr als andere zu essen. Zeit seines
Lebens hat Anatol Chari darüber nachgedacht, warum er überlebte und
andere nicht und wie sich der Mensch unter so extremen Umständen
verhält.
Undermensch
von Anatol Chari hier
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