1910. Leo Tolstois Frau Sofia (Helen Mirren), seit 48 Jahren mit
dem weltberühmten Autor verheiratet, ist außer sich: Tolstois
(→ Christopher Plummer)
engster Vertrauter Tschertkow (Paul Giamatti) hat ihren geliebten
Mann hinter ihrem Rücken dazu überredet, die wertvollen Rechte an
seinen Werken nicht ihr und den gemeinsamen Kindern, sondern dem
russischen Volk zu vermachen. Und das, obwohl sie ihm ihr Leben
gewidmet hat. Ja sogar, eigenhändig, das Manuskript von Krieg
und Frieden sechs Mal abgeschrieben hat! Voller
Leidenschaft nimmt sie den Kampf um ihr gutes Recht auf - doch an
den Idealen (und dem Ego) ihres Mannes ist nicht zu rütteln. Je
mehr Sofia wie eine Furie durch den herrschaftlichen Familiensitz
fegt, desto leichter wird es für Tschertkow, → Tolstoi von der Richtigkeit seiner Entscheidung
zu überzeugen. Genau zwischen die Fronten dieses Minenfelds gerät
Walentin (James McAvoy), Tolstois junger neuer Sekretär. Als
glühender Verehrer bewundert er vor allem Tolstois Ansichten über
die bedingungslose Liebe - auch wenn sich seine eigenen Erfahrungen
auf diesem Gebiet bisher noch in Grenzen halten. Ganz im Gegensatz
zur schönen und geistreichen Lehrerin Mascha (Kerry Condon), die
ihre Gedanken über freie Liebe und Sex zum Erstaunen Valentins
offen und unbekümmert äußert. Während der Konflikt zwischen Tolstoi
und Sofia epische Ausmaße annimmt und eine wunderbare, lebenslange
Liebe nach Jahren des Glücks zum Scheitern zu bringen scheint,
lernt Walentin selbst in diesem Sommer die Liebe endlich kennen…