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COCKTA!L®
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Veröffentlicht am Samstag, den 21. Januar 2012 um 00:00 Uhr.
In den USA ist eine neue rechte Bewegung groß geworden: Die Tea Party, eine weiße, erzkonservative und nationalistische Strömung. Viele Tea Partier sind schlichtweg konservativ - nicht mehr und nicht weniger. Aber es gibt auch Rechtsradikale unter ihnen, die aus Prinzip keine Steuern zahlen, den Holocaust leugnen, Anschläge auf Politiker planen, Abtreibungsärzte erschießen und mit Sturmgewehren um sich ballern. Allein die rassistischen Hate Groups zählen in die Hunderte. Die Tea-Party-Bewegung kam nicht zufällig mit der Wahl des ersten schwarzen Präsidenten auf, doch ihre politischen Wurzeln reichen weit zurück, zu Südstaatlern, die Sklaverei und Rassentrennung propagierten, ultrakonservativen Religiösen und rechtsradikalen Verschwörungstheoretikern. Sie reden viel vom schlanken Staat, aber ihr eigentliches Ziel ist, die Macht in Washington zu übernehmen, die Gewerkschaften auszuhebeln, Frauen- und Minderheitenrechte zu beschneiden, die neue Krankenversicherung wieder abzuschaffen, die Schwulenehe zu verbieten, den Superreichen Steuern zu ersparen und eine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu bauen. Wer sind diese Leute, wie hängen sie zusammen, und was wollen sie? Tea Party: Die weiße Wut von Eva C. Schweitzer gibt einen Überblick über die Neue Rechte, ihre Wurzeln, ihre medialen Unterstützer und ihre Finanziers, über die Think Tanks und Strippenzieher im Hintergrund und die Verflechtungen mit anderen rechten Gruppen.